Sophie Klußmann (Sopran) & Julian Behr (Laute)

MO 25.07.2016 St. Ottilien Lörrach-Tüllingen 20 Uhr

Obgleich Lautenlieder eher in zarten Tönen sprechen, leben die frühbarocken Monodien einer Barbara Strozzi von höchster Expressivität und Dramatik. Wie auch Benedetto Ferrari zählt sie zur Welt der „seconda pratica“, einer neuen musikalischen Denkweise ab etwa 1600, in der die Komponisten die Wortausdeutung mit oft auch gewagten musikalischen Mitteln über alles stellten.

 

Zur Begleitung dieser „neuen Musik“ wurde der Chitarrone genutzt, ein großes Lauteninstrument, das auch in den ersten Opern konsequent zur Begleitung der Sänger eingesetzt wurde. Die bekanntesten Chitarrone-Virtuosen ihrer Zeit waren die im Programm vertretenen Lautenisten Alessandro Piccinini und Hieronymus Kapsberger. Unter anderem aus dem Opernschaffen des jung verstorbenen englischen Komponisten Henry Purcell entstanden wunderschöne Continuolieder, die den expressiven Qualitäten einer Barbara Strozzi gleichkommen in leichtem Frohsinn wie auch in tiefster Trauer. Quasi als Purcells englische Weggefährten erklingen John Dowlands Solostücke für Renaissancelaute, in zarten Tönen und in Elisabethanischer Melancholie.

 

Sophie Klußmann hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der gefragtesten deutschen Konzertsängerinnen entwickelt. Julian Behr ist Absolvent der Schola Cantorum Basiliensis und mittlerweile in verschiedensten Besetzungen europaweit und in Südamerika zu erleben.

 

Das Konzertprogramm zum Download

 

Besetzung: Sophie Klußmann, Sopran | Julian Behr, Laute                    

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Julian Behr